Korsika liegt mitten im westlichen Mittelmeer, südlich von Frankreich und westlich von Italien. Es gibt keinen festen Landweg, also kommst du entweder per Fähre oder per Flugzeug an. Beide Varianten haben klare Vor- und Nachteile, und die richtige Wahl hängt vor allem davon ab, ob du dein eigenes Auto mitnehmen willst.
Mit der Fähre: Häfen in Frankreich und Italien
Die Fähre ist die klassische Anreise, wenn du das eigene Auto oder Wohnmobil dabei haben möchtest. Von Frankreich starten die Schiffe vor allem in Marseille, Toulon und Nizza. Die Überfahrt von Nizza ist mit rund vier bis sechs Stunden am kürzesten, Marseille und Toulon bedeuten oft eine Nachtfahrt mit Kabine.
Aus Italien sind die Strecken meist deutlich kürzer und günstiger. Wichtige Abfahrtshäfen sind Livorno, Savona/Vado Ligure und Genua, dazu Piombino und Santa Teresa di Gallura auf Sardinien für die kurze Strecke nach Bonifacio. Von Livorno nach Bastia dauert die Fahrt je nach Schiff etwa vier Stunden.
Auf korsischer Seite laufen die Fähren vor allem Bastia, Ajaccio, Île-Rousse, Calvi, Porto-Vecchio und Propriano an. Bastia ist der mit Abstand verkehrsreichste Hafen und gut geeignet, wenn du den Norden zuerst erkunden willst. Wer in den Süden möchte, prüft Verbindungen nach Porto-Vecchio. Buche in der Hauptsaison (Juli und August) so früh wie möglich, denn Autostellplätze sind dann schnell ausgebucht und die Preise steigen.
Mit dem Flugzeug: die vier Flughäfen
Korsika hat vier Flughäfen, und welcher der beste ist, hängt von deinem Reiseziel ab:
- Bastia (BIA): der Flughafen für den Nordosten, das Cap Corse und die Ostküste.
- Ajaccio (AJA): zentral im Westen gelegen, ideal für die Hauptstadt-Region und die Calanche von Piana.
- Calvi (CLY): kleiner Flughafen für die Balagne im Nordwesten, eher saisonal bedient.
- Figari (FSC): im äußersten Süden, am praktischsten für Bonifacio, Porto-Vecchio und die südlichen Strände.
Im Sommer gibt es Direktflüge und Charterverbindungen aus mehreren deutschsprachigen Städten, außerhalb der Saison ist das Angebot dünner und du musst oft über Paris, Nizza oder Marseille umsteigen. Der Flug spart viel Zeit, dafür bist du auf der Insel ohne eigenes Auto auf einen Mietwagen angewiesen.
Mietwagen vor Ort
Ohne Auto wird ein Korsika-Urlaub schwierig, weil Busse und Züge nur wenige Strecken abdecken und die schönsten Orte oft am Ende kurviger Bergstraßen liegen. Alle vier Flughäfen haben Mietwagenstationen, und auch in den Hafenstädten findest du Anbieter.
Plane den Mietwagen frühzeitig ein. In der Hochsaison sind die Fahrzeuge knapp und die Preise hoch, kurzfristige Buchungen können richtig teuer werden. Ein kompaktes Auto ist auf den engen, kurvigen Straßen meist die bessere Wahl als ein großer Wagen. Rechne außerdem mit gemächlichem Tempo: Für viele Strecken brauchst du länger, als die reine Kilometerzahl vermuten lässt.
Fähre oder Flug: Was passt zu dir?
Die Fähre lohnt sich, wenn du dein eigenes Auto oder Wohnmobil mitnehmen willst, mit viel Gepäck oder als größere Familie reist und die Anreise schon als Teil des Urlaubs verstehst. Du bist flexibel vor Ort und sparst dir die Mietwagenkosten.
Der Flug ist die richtige Wahl, wenn du wenig Zeit hast, leicht reist und schnell am Ziel sein möchtest. Mit einem günstigen Direktflug plus Mietwagen kommst du als Paar oft preiswerter weg als mit einer Autofähre. Wer den Süden ansteuert, fliegt am besten nach Figari, für den Norden nach Bastia.
Unterm Strich gibt es keine pauschal beste Antwort. Entscheidend sind Reisegruppe, Gepäck, Budget und die Frage, ob du dein eigenes Fahrzeug an Bord haben willst.
Häufige Fragen
Was ist günstiger: Fähre oder Flug?
Das hängt von Reisegruppe und Gepäck ab. Für Familien mit eigenem Auto und viel Ausrüstung ist die Fähre oft wirtschaftlicher. Für Paare mit leichtem Gepäck ist ein Billigflug plus Mietwagen meist günstiger und schneller.
Braucht man auf Korsika ein eigenes Auto?
Ein Auto ist praktisch unverzichtbar, weil der öffentliche Nahverkehr begrenzt ist. Entweder bringst du es per Fähre mit oder du buchst einen Mietwagen am Flughafen. Reserviere im Sommer früh, dann sind Fahrzeuge knapp.