Roadtrip

Die perfekte 7-Tage-Route über Korsika

✍️ Redaktion Korsika Aktuell·28. Mai 2026·7 Min. Lesezeit

Korsika ist kompakt genug, um in einer Woche von Bastia bis Bonifacio zu fahren, aber bergig genug, dass die Kilometerangaben auf der Karte täuschen. Diese Route führt einmal an der Westseite entlang nach Süden und verbindet Küste, Bergland und die wichtigsten Städte. Sie passt zu einem Mietwagen ab Bastia, lässt sich aber auch umgekehrt ab dem Fährhafen Ajaccio fahren.

Tag 1 und 2: Bastia und Cap Corse

Starte in Bastia, wo die meisten Fähren vom Festland ankommen. Die Altstadt rund um den alten Hafen und die Zitadelle ist gut zu Fuß zu erkunden, dafür reicht ein halber Tag.

Am zweiten Tag geht es auf die Halbinsel Cap Corse. Die Ringstraße D80 ist landschaftlich der spektakulärste Teil im Norden, aber schmal und kurvig. Fahre sie gegen den Uhrzeigersinn, dann liegt die steile Westküste auf deiner Seite. Lohnende Stopps sind das Fischerdorf Erbalunga, das Künstlerdorf Nonza mit seinem dunklen Kieselstrand und die Weinlagen rund um Patrimonio. Für die Übernachtung bieten sich kleine Hotels in Saint-Florent an, das am Ende der Halbinsel liegt.

Tag 3: Balagne und die Westküste

Von Saint-Florent führt die Route durch die Wüste von Agriates in die Balagne. Calvi mit seiner Genueser Zitadelle ist der bekannteste Ort der Region und ein guter Mittagsstopp. Wer Zeit hat, fährt die Bergdörfer Sant’Antonino, Pigna und Corbara an, die hoch über der Küste liegen und für Kunsthandwerk bekannt sind.

Weiter südlich beginnt die einsamere Westküste über Galéria und das Fango-Tal. Übernachte in oder bei Porto, das im Golf von Porto liegt und ein guter Ausgangspunkt für den nächsten Tag ist.

Tag 4: Calanche von Piana und Ajaccio

Die Calanche von Piana zwischen Porto und Piana sind rote Granitfelsen, die steil ins Meer abfallen, und gehören zum UNESCO-Welterbe. Die Durchfahrt ist eng, parke daher früh und gehe ein Stück zu Fuß, etwa zum Aussichtspunkt am Château fort. Im Abendlicht leuchten die Felsen besonders intensiv.

Anschließend folgt die Küstenstraße nach Ajaccio, der Geburtsstadt Napoleons und größten Stadt der Insel. Hier lohnen sich das Maison Bonaparte, der Markt am Morgen und ein Bummel durch die Altstadt. Ajaccio hat Hotels in allen Preisklassen, sodass sich eine Übernachtung in der Stadt anbietet.

Tag 5 und 6: Bergland und Porto-Vecchio

Vom Westen geht es ins Inselinnere. Über Corte mit seinem Restonica-Tal oder weiter südlich zum Col de Bavella erreichst du das Hochgebirge, dessen markante Felsnadeln zu den schönsten Aussichten Korsikas zählen. Hier gibt es kurze Wanderungen, etwa zum Trou de la Bombe, sowie Bademöglichkeiten in den Flusspools der Solenzara-Schlucht.

Am Abend erreichst du Porto-Vecchio im Südosten. Die Stadt selbst hat eine kompakte Oberstadt, das eigentliche Ziel sind aber die nahen Strände wie Palombaggia und Santa Giulia. Übernachte zwei Nächte hier, um einen vollen Strand- oder Wandertag einzubauen, bevor es weitergeht.

Tag 7: Bonifacio

Den Abschluss bildet Bonifacio an der Südspitze. Die Altstadt thront auf weißen Kalkfelsen direkt über dem Meer, bei klarer Sicht blickt man bis nach Sardinien. Eine Bootstour zu den Grotten und zur Felsformation Grain de Sable zeigt die Steilküste von unten. Wer den Treppenabstieg Escalier du Roi d’Aragon schafft, sieht die Klippen aus einer weiteren Perspektive.

Von Bonifacio sind es rund drei Stunden zurück nach Bastia oder etwa eineinhalb Stunden nach Figari, falls dort dein Rückflug geht. Plane für den letzten Tag deshalb keinen langen Ausflug mehr ein.

Diese Route ist sportlich, aber machbar. Wenn du es ruhiger angehen willst, streiche entweder das Bergland an Tag 5 oder kürze die Balagne und gewinne so überall etwas Luft.

Häufige Fragen

Reichen 7 Tage für Korsika?

Für einen guten Querschnitt aus Küste, Bergen und Städten ja, wenn man sich auf eine Nord-Süd-Route konzentriert. Wer Mehrtageswanderungen wie den GR20 oder ausgiebige Strandtage einplant, sollte eher 10 bis 14 Tage einrechnen.

Braucht man für diese Route einen Mietwagen?

Ja. Der öffentliche Nahverkehr auf Korsika ist begrenzt, und die schönsten Orte erreichst du nur mit dem Auto. Buche im Sommer früh, da Mietwagen dann knapp und teuer werden.

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