Warum Korsika ein Naturparadies des Mittelmeers ist
Wenige Inseln im Mittelmeer verbinden so viele Landschaftstypen auf engem Raum wie Korsika. Der Parc naturel régional de Corse, 1972 gegründet und im Juni 1999 erneuert, deckt rund 40 Prozent der Insel ab und reicht von den schroffen Hochgipfeln rund um den Monte Cinto bis zu den maquisbedeckten Küsten. Dazwischen liegen Meeresreservate wie die Bouches de Bonifacio, das mit etwa 80.000 Hektar größte Naturreservat des französischen Mutterlandes, und einzelne Juwele wie die UNESCO-Welterbestätte Scandola mit ihren feuerroten Vulkanfelsen.
Dieser Schutzstatus ist mehr als nur ein Label. Er bewahrt Lebensräume für Arten, die anderswo längst verschwunden sind. Der Fischadler etwa, von dem rund ein Viertel aller Mittelmeer-Brutpaare in Korsika lebt, jagt vor allem an der felsigen Westküste rund um Scandola. Der Bartgeier mit seinem korsischen Namen Altore zählt zu den letzten autochthonen Inselpopulationen Europas und gilt regional als vom Aussterben bedroht. Genau dieser Reichtum macht Korsikas Naturparks zu einem Ziel, das man mit Respekt und guter Vorbereitung besuchen sollte.