🌊 Aktivitäten am und im Wasser

Wassersport auf Korsika: Kitesurfen, Surfen, Tauchen und die besten Spots

Kristallklares Wasser, windreiche Meerengen und wilde Schluchten: Korsika ist ein Spielplatz für alle, die am und im Wasser aktiv sein wollen. Vom Tauchen an den Lavezzi-Inseln über Kitesurfen in der Straße von Bonifacio bis zum Canyoning in der Bavella zeigen wir dir die besten Spots, Saisonzeiten und was du beachten musst.

Die besten Wassersport-Reviere auf Korsika

Von der Südspitze bei Bonifacio bis zur wilden Westküste rund um Scandola: Diese Reviere stehen bei Tauchern, Kitern, Kajakfahrern und Canyoning-Fans ganz oben.

Tauchen an den Lavezzi-Inseln & Mérouville
Tauchen · Bonifacio

Südlich von Bonifacio liegt Korsikas Top-Tauchrevier mit oft flachem, kristallklarem Wasser. Berühmtester Spot ist Mérouville mit seiner Kolonie großer Brauner Zackenbarsche; der nahe Sec du Pelu reicht von rund 20 bis 32 m Tiefe. Auch für Anfänger gut geeignet.

Wracktauchen B-17 vor Calvi
Wracktauchen · Calvi

Vor der Zitadelle von Calvi liegt einer der bekanntesten Tauchplätze der Insel: ein US-amerikanischer B-17-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg, der nach einem Luftgefecht notwasserte. Das gut erhaltene, bewachsene Wrack ruht je nach Quelle in etwa 27 bis 28 m Tiefe.

Kite- & Windsurfen in der Straße von Bonifacio
Kite & Windsurf · Bonifacio

Der Düseneffekt der Bouches de Bonifacio zwischen Korsika und Sardinien macht die Südspitze zum windreichsten Eck der Insel. Schlüsselspots sind Piantarella mit karibisch flachem Wasser sowie Santa Manza, La Tonnara und Figari.

Kiten an der Plage de l'Ostriconi
Kite & SUP · Norden

Im Norden ist die rund 800 m lange Plage de l'Ostriconi ein guter, flacher Kite-Strand mit viel Platz; die ersten etwa 60 m sind stehtief. Der weite Golf von Sagone bietet zusätzlich Buchten und Strände für SUP und Windsurfen.

Seekajak an der Calanche di Piana & Scandola
Seekajak · Westküste

Mehrtagestouren entlang der wilden Westküste führen vorbei an Steilkliffs, Grotten und Kiesbuchten, etwa um die Calanche di Piana und die UNESCO-Reserve Scandola. Übliche Startpunkte sind Ajaccio, Porto und Calvi.

Canyoning im Massif de Bavella
Canyoning · Porto-Vecchio

Hinter Solenzara liegt Korsikas Canyoning-Zentrum. Im Purcaraccia-Canyon warten natürliche Rutschen von 2 bis 15 m und Abseilstellen; weitere bekannte Schluchten sind Pulischellu und Vacca. Geeignet ab etwa 10 Jahren für schwimmfähige, fitte Teilnehmer.

Scandola: Tauchen und Schnorcheln nur außerhalb der Kernzone

Das Réserve Naturelle de Scandola im Golf von Porto ist seit 1975 Naturschutzgebiet und seit 1983 UNESCO-Weltnaturerbe. Der geschützte Kernbereich ist ausschließlich per Boot zugänglich, und das mit reduzierter Geschwindigkeit. Wichtig zu wissen: Baden, Schnorcheln, Tauchen und Fischen sind in dieser Kernzone verboten. Hintergrund ist unter anderem der Schutz des Rotkorallen-Vorkommens und der empfindlichen Höhlen.

Wer hier dennoch unter Wasser gehen möchte, weicht auf die angrenzenden Gewässer außerhalb der Reserve aus, wo Tauchen und Schnorcheln erlaubt sind. Die wilde Kulisse von Scandola lässt sich am besten auf einer Bootstour erleben, die viele Anbieter ab Porto oder Calvi anbieten. So bekommst du die roten Felsformationen und die Vogelwelt zu sehen, ohne gegen die Schutzregeln zu verstoßen.

Kitesurfen auf Korsika: der Süden ist das Revier

Wer auf Korsika kitesurfen will, fährt in den Süden. Zwischen Korsika und Sardinien verengt sich das Meer zur Straße von Bonifacio, und der dabei entstehende Düseneffekt beschleunigt den Wind spürbar. Das macht die Südspitze zum windsichersten Eck der Insel und zum Zentrum der korsischen Kite-Szene.

Der bekannteste Spot ist Piantarella: eine flache, stehtiefe Lagune mit karibisch türkisem Wasser und Blick auf die Insel Cavallo. Weil das Wasser über weite Strecken stehtief bleibt, ist der Spot auch für Fortgeschrittene im Aufbau ideal. Wer mehr Platz braucht, weicht auf die weite Bucht von Santa Manza aus, wo der Wind auflandig steht. La Tonnara und Figari runden das Revier ab.

Im Norden ist die Plage de l'Ostriconi die beste Alternative. Der rund 800 Meter lange Strand bietet viel Platz, und die ersten etwa 60 Meter sind stehtief. Die Sommerthermik in der Straße von Bonifacio setzt etwa ab Mitte Juni ein und hält bis September. Im Hochsommer reicht meist ein Shorty, teilweise sogar Boardshorts.

Windsurfen und Wellenreiten: was realistisch geht

Windsurfen funktioniert auf denselben Spots wie Kitesurfen, also vor allem an der Südspitze rund um Bonifacio und im Golf von Sagone an der Westküste. Die Bedingungen im Süden sind kräftiger, Sagone ist die moderatere Variante und eignet sich besser für Einsteiger und für Familien, bei denen nicht alle aufs Wasser wollen.

Beim Wellenreiten muss man ehrlich sein: Korsika ist kein Surfrevier im Sinne von Portugal oder Frankreichs Atlantikküste. Das Mittelmeer hat keinen verlässlichen Grundschwell, und brauchbare Wellen entstehen nur bei kräftigen Windlagen, überwiegend im Winterhalbjahr an der Westküste. Wer im Sommerurlaub aufs Surfbrett will, ist mit SUP deutlich besser bedient.

SUP dagegen funktioniert fast überall: in den geschützten Buchten der Ostküste, im Golf von Sagone, bei Pinarello im Südosten und an ruhigen Morgenstunden praktisch an jedem Strand. Boards lassen sich vielerorts stundenweise mieten.

Segeln und Bootstouren entlang der Küste

Korsika ist ein klassisches Segelrevier, unter anderem weil die Häfen dicht liegen und die Westküste landschaftlich zu den spektakulärsten des Mittelmeers zählt. Yachthäfen gibt es unter anderem in Bastia, Saint-Florent, Calvi, Ajaccio, Propriano, Bonifacio und Porto-Vecchio. Wer ohne eigenen Törn unterwegs ist, kommt über Tagesausflüge an dieselben Küstenabschnitte.

Die bekanntesten Bootstouren führen zur UNESCO-Reserve Scandola und in die Calanche di Piana an der Westküste sowie zu den Lavezzi-Inseln im Süden. Startpunkte sind meist Porto, Calvi, Ajaccio und Bonifacio. Für die Bucht von Saint-Florent gibt es zusätzlich Shuttle-Boote zu den Stränden Lotu und Saleccia, die auf dem Landweg nur über eine Piste erreichbar sind.

Ein Hinweis zur Planung: Der Mistral kann die Westküste kurzfristig unfahrbar machen, weshalb Bootstouren dort öfter kurzfristig abgesagt werden als im geschützteren Osten. Lege solche Touren möglichst nicht auf den letzten Urlaubstag.

Wassersportschulen, Ausrüstung und Sicherheit

An den Hauptspots im Süden, in Sagone, an der Ostküste und bei Ostriconi gibt es in der Saison Wassersportstationen, die Material vermieten und Kurse anbieten. Weil sich das Angebot von Jahr zu Jahr ändert, nennen wir hier bewusst keine Namen und keine Preise. Die Tourismusbüros vor Ort haben aktuelle Listen.

Beim Tauchen gilt der übliche Nachweis: Brevet und je nach Basis ein aktuelles Logbuch oder ein ärztliches Attest. Für Canyoning in der Bavella wird Schwimmfähigkeit und eine gewisse Grundfitness vorausgesetzt, üblicherweise ab etwa zehn Jahren.

Wichtig für alle Unterwasser-Aktivitäten: In der geschützten Kernzone des Reservats Scandola sind Baden, Schnorcheln, Tauchen und Fischen verboten. Der Bereich darf nur per Boot und mit reduzierter Geschwindigkeit befahren werden. Tauchen und Schnorcheln sind in den angrenzenden Gewässern außerhalb der Reserve möglich.

Saison, Wassertemperatur und Anreise zu den Spots

Die Tauch- und Schnorchelsaison läuft von Mai bis Oktober, die besten Bedingungen mit warmem Wasser und klarer Sicht herrschen von Juni bis September. Die Wassertemperaturen liegen im Sommer bei etwa 22 bis 26 Grad. Für Kite- und Windsurfer setzt die Sommerthermik in der Straße von Bonifacio etwa ab Mitte Juni ein und hält bis September; im Hochsommer reicht oft ein Shorty oder sogar Boardshorts.

Die Anreise hängt vom Revier ab. Die Tauchbasen und Kite-Spots im Süden erreichst du über Bonifacio und Porto-Vecchio, Scandola und die Kajak-Touren über Porto oder Calvi, das Canyoning in der Bavella über Solenzara oder Zonza. Auf die Insel kommst du per Fähre nach Bastia, Ajaccio, Calvi, Porto-Vecchio oder Île-Rousse oder per Flug nach Bastia, Ajaccio, Calvi oder Figari.

Spot-Vergleich: wo welcher Wassersport funktioniert

Korsikas Bedingungen unterscheiden sich stark zwischen Süden, Westen, Norden und der windgeschützten Ostküste. Diese Übersicht zeigt, welcher Spot zu welcher Disziplin passt.

SpotRegionDisziplinBedingungenBeste Monate
PiantarellaBonifacio, SüdspitzeKitesurfen, Windsurfenflaches, stehtiefes Wasser, sehr windsicher durch den Düseneffekt der MeerengeMitte Juni bis September
Santa ManzaBonifacio, SüdostKitesurfen, Windsurfenweite Bucht, auflandiger Wind, mehr Platz als PiantarellaMitte Juni bis September
La TonnaraBonifacio, SüdwestKitesurfenSandstrand mit Flachwasserbereich, beliebt bei EinsteigernMitte Juni bis September
FigariSüdenKitesurfen, WindsurfenBucht im Windschatten der Südspitze, kräftige ThermikMitte Juni bis September
Plage de l'OstriconiNorden, BalagneKitesurfen, SUPrund 800 m langer Strand, die ersten etwa 60 m stehtief, viel PlatzFrühjahr und Spätsommer
Golf von SagoneWestküsteWindsurfen, SUPweite Bucht mit mehreren Stränden, moderatere BedingungenMai bis September
Lavezzi-Inseln / MérouvilleBonifacio, SüdenTauchen, Schnorchelnoft flaches, kristallklares Wasser, Sec du Pelu etwa 20 bis 32 mJuni bis September
B-17-Wrack vor CalviBalagne, NordwestenWracktauchenBomberwrack in etwa 27 bis 28 m TiefeJuni bis September
Calanche di Piana / ScandolaWestküsteSeekajakSteilkliffs, Grotten und Kiesbuchten, Mehrtagestouren möglichMai bis Oktober
PinarelloSüdostenSeekajak, SUPgeschützte Buchten, gut für Einsteiger und FamilienMai bis Oktober
Purcaraccia, BavellaPorto-Vecchio, BerglandCanyoningnatürliche Rutschen von 2 bis 15 m, AbseilstellenJuni bis September

Ohne Preise und ohne Schulnamen: Angebot und Tarife der Wassersportschulen ändern sich saisonal. Frage vor Ort oder bei den Tourismusbüros nach aktuell aktiven Anbietern.

Praxistipps für Wassersport auf Korsika

🛟 Scandola-Regeln respektieren

In der Kernzone des UNESCO-Reservats Scandola sind Baden, Schnorcheln, Tauchen und Fischen verboten. Plane Unterwasser-Aktivitäten nur in den angrenzenden Gewässern außerhalb der Reserve.

📅 Nebensaison für klare Sicht nutzen

Juni und September bieten warmes Wasser und gute Sicht bei deutlich weniger Andrang an den beliebten Spots wie Mérouville oder Piantarella.

💶 Beim Canyoning ans Budget denken

Eine Purcaraccia-Tour kostet rund 70 Euro pro Person; Canyoning-Schuhe gibt es vor Ort für etwa 10 Euro zu mieten und die Parkgebühr von rund 3 bis 5 Euro ist meist bar zu zahlen.

Passende Touren auf Korsika

Geführte Touren zum Tauchen, Bootfahren und Canyoning lassen sich vorab bequem online buchen.

powered by GetYourGuide
Alle Touren & Tickets auf GetYourGuide ansehen →

Häufige Fragen

Wann ist die beste Zeit zum Tauchen auf Korsika?

Die Tauchsaison läuft von Mai bis Oktober. Die besten Bedingungen mit warmem Wasser von etwa 22 bis 26 Grad und guter Sicht herrschen von Juni bis September. Juni und September bieten zusätzlich weniger Andrang an den beliebten Spots.

Darf man im Scandola-Naturreservat tauchen oder schnorcheln?

Nein, in der geschützten Kernzone des UNESCO-Reservats Scandola sind Baden, Schnorcheln, Tauchen und Fischen verboten. Der Bereich ist nur per Boot mit reduzierter Geschwindigkeit zugänglich. Tauchen und Schnorcheln sind aber in den angrenzenden Gewässern außerhalb der Reserve möglich.

Wo sind die besten Spots zum Kitesurfen und Windsurfen auf Korsika?

Die windreichsten Spots liegen in der Straße von Bonifacio im äußersten Süden, etwa Piantarella, Santa Manza, La Tonnara und Figari, wo der Düseneffekt zwischen Korsika und Sardinien den Wind beschleunigt. Im Norden ist die Plage de l'Ostriconi ein guter, flacher Kite-Strand. Für Anfänger eignen sich flache Buchten und die windärmere Ostküste.

Was kostet Canyoning in der Bavella und für wen ist es geeignet?

Eine Tour im bekannten Purcaraccia-Canyon kostet rund 70 Euro pro Person und kombiniert etwa 1,5 Stunden Zustieg mit rund 3 Stunden im Canyon mit Rutschen von 2 bis 15 m und Abseilstellen. Geeignet ist sie ab etwa 10 Jahren für schwimmfähige, körperlich fitte Teilnehmer.

Welches Flugzeugwrack kann man vor Calvi betauchen?

Vor der Zitadelle von Calvi liegt ein US-amerikanischer B-17-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg, der nach einem Luftgefecht notwasserte. Das gut erhaltene, bewachsene Wrack ruht je nach Quelle in etwa 27 bis 28 m Tiefe und zählt zu den bekanntesten Tauchplätzen der Insel.

Wo kann man auf Korsika mit Kindern oder Einsteigern Seekajak fahren?

Im Südosten gibt es ab Pinarello bei Porto-Vecchio Halbtages- und Tagesausflüge in geschützten Buchten, die sich gut für Einsteiger und Familien eignen. Weitere ruhige Basen sind Porto-Pollo und die Region Sartène im Valinco.

Kann man auf Korsika surfen?

Nur eingeschränkt. Das Mittelmeer hat keinen verlässlichen Grundschwell, brauchbare Wellen entstehen an der Westküste nur bei kräftigen Windlagen und überwiegend im Winterhalbjahr. Für den Sommerurlaub ist Korsika kein Wellenreit-Revier. Wer aufs Brett will, ist mit SUP oder mit Kite- und Windsurfen an der Südspitze deutlich besser bedient.

Wann ist die beste Zeit zum Kitesurfen auf Korsika?

Von etwa Mitte Juni bis September. Dann setzt in der Straße von Bonifacio die Sommerthermik ein, die durch den Düseneffekt zwischen Korsika und Sardinien verstärkt wird. Im Hochsommer reicht meist ein Shorty, teilweise sogar Boardshorts. Außerhalb dieser Zeit ist der Wind deutlich weniger verlässlich.

Wo kann man auf Korsika SUP fahren?

Praktisch überall an ruhigen Morgenstunden. Besonders gut geeignet sind die geschützten Buchten der Ostküste, der Golf von Sagone an der Westküste, der Bereich um Pinarello im Südosten und die flachen Abschnitte an der Plage de l'Ostriconi im Norden. Boards lassen sich an den meisten größeren Stränden stundenweise mieten.

Welcher Teil Korsikas ist am windigsten?

Die Südspitze rund um Bonifacio. Zwischen Korsika und Sardinien verengt sich das Meer zur Straße von Bonifacio, und der Düseneffekt beschleunigt den Wind deutlich. Deshalb liegen dort auch die wichtigsten Kite- und Windsurfspots: Piantarella, Santa Manza, La Tonnara und Figari. Die Ostküste ist im Vergleich deutlich windgeschützter.

Bereit für Wassersport auf Korsika?

Stöbere durch unsere Aktivitäten und finde die passende Tour für Tauchen, Bootfahren oder Canyoning.

Alle Aktivitäten entdecken