⛴️ Anreise über das Meer

Fähre nach Korsika: Häfen, Reedereien und Überfahrten im Überblick

Korsika liegt gut erreichbar zwischen Südfrankreich und Italien. Vier Reedereien verbinden die Insel mit sechs Festlandhäfen, und die kürzeste Überfahrt dauert nur wenige Stunden. Hier findest du, wer von wo aus fährt, welche Zielhäfen zu deiner Route passen und worauf du bei Auto und Wohnmobil achten solltest.

Die sechs Fährhäfen auf Korsika

Welcher Hafen der richtige ist, entscheidet fast immer das Reiseziel auf der Insel und nicht der Preis: Die Fahrt vom falschen Hafen zum Quartier kostet schnell zwei bis drei Stunden auf kurvigen Bergstraßen.

Von Frankreich oder von Italien? Der entscheidende Unterschied

Die Grundentscheidung fällt schon auf dem Festland. Ab Italien sind die Überfahrten deutlich kürzer: Livorno nach Bastia gibt Corsica Ferries mit vier bis fünf Stunden an, Savona nach Bastia mit sechs bis sieben Stunden je nach eingesetztem Schiff. Wer aus Süddeutschland, Österreich oder der Schweiz anreist, ist über den Brenner und die italienische Westküste meist schneller am Schiff als über Frankreich.

Ab Frankreich sind die Strecken länger, dafür starten sie von Häfen, die aus Nord- und Westdeutschland gut erreichbar sind. Corsica Ferries fährt ab Toulon, Nizza und Sète, Corsica Linea und La Méridionale ab Marseille. Die Verbindungen ab Sète nach Ajaccio und Île-Rousse laufen als Nachtüberfahrt mit rund 14 Stunden. Das klingt lang, ersetzt aber eine Hotelnacht und bringt dich ausgeschlafen auf die Insel.

Mit dem Auto nach Korsika: was du einplanen solltest

Ein eigenes Fahrzeug ist auf Korsika praktisch Pflicht, wenn du mehr sehen willst als den Umkreis deines Hotels. Der öffentliche Nahverkehr deckt die Insel nur grob ab, und die schönsten Strände und Bergdörfer liegen abseits der Hauptachsen. Alle vier Reedereien befördern Pkw, viele Schiffe auch Wohnmobile und Gespanne.

Rechne die Fahrzeiten auf der Insel großzügig. Korsikas Straßen sind kurvig und oft schmal, Durchschnittsgeschwindigkeiten von 50 km/h sind auf Bergstrecken realistisch. Von Bastia nach Porto-Vecchio ist es über die vergleichsweise gut ausgebaute Ostküste am schnellsten, quer über die Berge dauert dieselbe Luftlinie deutlich länger. Deshalb lohnt es sich fast immer, ein paar Euro mehr für den passenden Zielhafen zu zahlen.

Für Wohnmobile gilt: Die Höhe und Länge des Fahrzeugs bestimmt den Tarif und muss bei der Buchung korrekt angegeben werden. Auf der Insel selbst ist freies Übernachten stark reglementiert. Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, plant besser feste Stellplätze ein.

Nachtüberfahrt oder Tagesfahrt?

Auf den längeren Strecken ab Marseille, Sète und teilweise ab Toulon und Nizza bieten die Reedereien Nachtüberfahrten an. Der Vorteil liegt auf der Hand: Du verlierst keinen Urlaubstag und sparst eine Übernachtung. Corsica Ferries nennt für die Nachtverbindungen ab Sète rund 14 Stunden, für Nizza nach Porto-Vecchio etwa zehn bis zwölf Stunden.

Tagesüberfahrten sind vor allem auf den kurzen Italien-Strecken üblich und für Familien angenehmer, weil sich die Zeit an Deck gut überbrücken lässt. Auf Savona nach Bastia und mehreren anderen Strecken hast du laut Corsica Ferries die Wahl zwischen Nacht- und Tagesüberfahrt. Wer nachts fährt und schlafen will, sollte eine Kabine buchen. Die Ruhesessel sind günstiger, aber in der Hochsaison schnell vergeben.

Wann buchen und was sich saisonal ändert

Das Angebot schwankt stark über das Jahr. Mehrere Strecken verkehren nur in der Saison, die Verbindung ab Sète nach Île-Rousse gibt Corsica Ferries etwa mit einer Abfahrt pro Woche von April bis September an. Im Winter schrumpft der Fahrplan auf die Hauptachsen ab Marseille, Toulon, Nizza und Livorno zusammen.

In den Sommerferien sind vor allem die Fahrzeugplätze und Kabinen früh ausgebucht, insbesondere rund um den französischen und italienischen Ferienwechsel Ende Juli und Mitte August. Wer mit Auto oder Wohnmobil in dieser Zeit reist, sollte mehrere Monate vorher buchen. Preise nennen wir hier bewusst nicht: Sie hängen von Saison, Fahrzeuggröße, Kabinenkategorie und Buchungszeitpunkt ab und sind nur im Buchungssystem der Reederei verlässlich.

Wer fährt von wo nach Korsika?

Die Routenliste stammt aus den Streckenverzeichnissen der Reedereien selbst. Fahrzeiten sind Angaben der Reederei und schwanken je nach Schiff, Wetter und Saison.

StreckeReedereiLandÜberfahrtsdauer laut Reederei
Livorno – BastiaCorsica FerriesItalien4 bis 5 Stunden
Savona – BastiaCorsica FerriesItalien6 bis 7 Stunden je nach Schiff
Nizza – Île-RousseCorsica FerriesFrankreichetwa 6 Stunden
Nizza – BastiaCorsica FerriesFrankreichetwa 6 bis 8 Stunden
Toulon – Île-RousseCorsica FerriesFrankreich7 bis 8 Stunden je nach Schiff
Toulon – AjaccioCorsica FerriesFrankreich7 bis 10 Stunden je nach Schiff
Nizza – Porto-VecchioCorsica FerriesFrankreichetwa 10 bis 12 Stunden
Sète – AjaccioCorsica FerriesFrankreichetwa 14 Stunden (Nachtüberfahrt)
Sète – Île-RousseCorsica FerriesFrankreichetwa 14 Stunden (Nachtüberfahrt)
Toulon – BastiaCorsica FerriesFrankreichkeine Dauerangabe der Reederei
Toulon – Porto-VecchioCorsica FerriesFrankreichkeine Dauerangabe der Reederei
Toulon – ProprianoCorsica FerriesFrankreichkeine Dauerangabe der Reederei
Nizza – AjaccioCorsica FerriesFrankreichkeine Dauerangabe der Reederei
Marseille – BastiaCorsica LineaFrankreichkeine Dauerangabe der Reederei
Marseille – AjaccioCorsica LineaFrankreichkeine Dauerangabe der Reederei
Marseille – Île-RousseCorsica LineaFrankreichkeine Dauerangabe der Reederei
Marseille – ProprianoCorsica LineaFrankreichkeine Dauerangabe der Reederei
Marseille – AjaccioLa MéridionaleFrankreichkeine Dauerangabe der Reederei
Marseille – Porto-VecchioLa MéridionaleFrankreichkeine Dauerangabe der Reederei
Livorno / Piombino / Genua – Bastia, Ajaccio, BonifacioMobyItalienkeine Dauerangabe der Reederei

Bewusst ohne Preise und ohne Abfahrtszeiten: Beides ändert sich saisonal und teils wöchentlich. Verbindlich ist immer der aktuelle Fahrplan der jeweiligen Reederei. Leere Dauerangaben bedeuten, dass die Reederei auf der eigenen Streckenseite keine Fahrzeit nennt.

Welcher Hafen passt zu deinem Reiseziel?

Ziel auf KorsikaPassender FährhafenWarum
Cap Corse, OstküsteBastiaKürzeste Wege nach Norden und entlang der Ostküste
Balagne, Calvi, NordsträndeÎle-RousseLiegt mitten in der Balagne, spart die Bergstrecke ab Bastia
Westküste, Calanche, SagoneAjaccioZentraler Ausgangspunkt für die gesamte Westküste
Palombaggia, Santa Giulia, BavellaPorto-VecchioDirekt an den Südoststränden und am Bavella-Massiv
Sartène, Golf von ValincoProprianoKurze Anfahrt in den ruhigen Südwesten
Kombination mit SardinienBonifacioKurze Überfahrt über die Straße von Bonifacio
Corte und das BerglandBastia oder AjaccioBeide liegen etwa gleich weit vom Inselinneren entfernt

Praxistipps für die Fährüberfahrt

🧭 Zielhafen vor Preis entscheiden

Eine günstigere Fähre in den falschen Hafen kostet auf Korsikas Bergstraßen schnell zwei bis drei Stunden Fahrzeit. Wähle den Hafen, der zu deiner Unterkunft passt.

🛏️ Kabine für die Nachtfahrt buchen

Auf den 12- bis 14-stündigen Nachtüberfahrten ab Marseille und Sète macht eine Kabine den Unterschied. Ruhesessel sind in der Hochsaison früh vergeben.

🚐 Fahrzeugmaße korrekt angeben

Höhe und Länge bestimmen bei Wohnmobil und Gespann den Tarif. Falsche Angaben können am Check-in zu Nachzahlungen führen.

📅 Saison im Fahrplan prüfen

Einige Strecken fahren nur zwischen April und September. Im Winter bleiben vor allem Marseille, Toulon, Nizza und Livorno übrig.

Häufige Fragen

Welche Reedereien fahren nach Korsika?

Vier Reedereien bedienen die Insel: Corsica Ferries ab Toulon, Nizza und Sète in Frankreich sowie ab Savona und Livorno in Italien, Corsica Linea ab Marseille und Sète, La Méridionale ab Marseille sowie Moby ab Livorno, Piombino und Genua. Die Angaben stammen aus den Streckenverzeichnissen der Reedereien, Stand August 2026.

Wie lange dauert die Fähre nach Korsika?

Das hängt stark vom Abfahrtshafen ab. Corsica Ferries gibt für Livorno nach Bastia vier bis fünf Stunden an, für Savona nach Bastia sechs bis sieben Stunden und für Nizza nach Île-Rousse etwa sechs Stunden. Die langen Nachtüberfahrten ab Sète nach Ajaccio oder Île-Rousse dauern rund 14 Stunden. Verbindlich ist immer der aktuelle Fahrplan der Reederei.

Welcher Fährhafen auf Korsika ist der richtige?

Entscheide nach deinem Reiseziel, nicht nach dem Ticketpreis. Bastia passt für Cap Corse und die Ostküste, Île-Rousse für die Balagne und Calvi, Ajaccio für die Westküste, Porto-Vecchio für die Südoststrände wie Palombaggia und Santa Giulia und Propriano für den Golf von Valinco und Sartène. Auf Korsikas kurvigen Straßen kostet der falsche Hafen leicht zwei bis drei Stunden Fahrzeit.

Kann man mit dem Auto nach Korsika fahren?

Ja, alle vier Reedereien befördern Pkw, viele Schiffe auch Wohnmobile und Gespanne. Ein eigenes Fahrzeug ist auf Korsika sehr zu empfehlen, weil der öffentliche Nahverkehr die Insel nur grob abdeckt und die schönsten Strände und Bergdörfer abseits der Hauptachsen liegen. Höhe und Länge des Fahrzeugs müssen bei der Buchung korrekt angegeben werden.

Ist die Anreise über Italien oder über Frankreich besser?

Über Italien sind die Überfahrten deutlich kürzer, Livorno nach Bastia dauert laut Corsica Ferries nur vier bis fünf Stunden. Das lohnt sich vor allem aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Ab Frankreich sind die Strecken länger, die Häfen Marseille, Toulon, Nizza und Sète aber aus Nord- und Westdeutschland gut erreichbar, und die Nachtüberfahrten ersetzen eine Hotelnacht.

Wann sollte man die Fähre nach Korsika buchen?

Für Reisen in den Sommerferien möglichst mehrere Monate im Voraus, besonders mit Auto oder Wohnmobil. Fahrzeugplätze und Kabinen sind rund um den französischen und italienischen Ferienwechsel Ende Juli und Mitte August früh ausgebucht. Außerhalb der Hochsaison ist die Buchung deutlich entspannter, dafür fahren mehrere Saisonstrecken gar nicht.

Gibt es eine Fähre von Korsika nach Sardinien?

Ja, über die Straße von Bonifacio verkehren kurze Überfahrten zwischen Bonifacio und Santa Teresa Gallura auf Sardinien. Moby führt Bonifacio als Korsika-Hafen. Diese Verbindung macht eine Kombination beider Inseln in einer Reise gut möglich.

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