Die Plage du Lotu liegt am Golf von Saint-Florent im Nordwesten Korsikas und gehört zum geschützten Küstenstreifen der Agriates-Wüste. Weil keine befahrbare Straße zum Strand führt, bleibt es hier auch in der Hochsaison vergleichsweise ruhig. Hinter dem hellen Sand erstreckt sich ein Gürtel aus Dünen und niedriger Macchia, davor flaches, klares Wasser in Türkis- und Hellblautönen.
Strand-Steckbrief
- Region
- Saint-Florent (Agriates)
- Typ
- Feiner Sandstrand mit Dünen, ca. 1 km
- Wasser
- Flach abfallend, klar, türkis
- Anfahrt
- Bootstaxi von Saint-Florent, Wanderweg oder 4x4-Piste
- Saison
- Bootsverbindung vor allem Mai bis September
- Parken
- kein Parkplatz am Strand; Auto in Saint-Florent abstellen
- Beste Zeit
- Mai, Juni und September; erstes Boot des Tages
Der Strand zieht sich rund einen Kilometer in einer flachen Bucht entlang. Das Wasser fällt sanft ab und bleibt lange knietief, was ihn auch für Familien mit Kindern angenehm macht. Wer schnorcheln möchte, findet an den seitlichen Felsabschnitten kleine Fische und Seegraswiesen. Da der Strand Teil eines Naturschutzgebiets ist, gibt es keine Bebauung, kaum Schatten und nur eine einfache Saison-Strandbar. Die Lagune hinter den Dünen ist ein wichtiges Rückzugsgebiet, weshalb man auf den Wegen bleiben und nichts hinterlassen sollte.
Die bequemste Anreise ist das Bootstaxi (Navette), das von Saint-Florent mehrmals täglich in der Saison etwa über den Golf herüberfährt; die Überfahrt dauert rund 15 bis 20 Minuten. Alternativ erreicht man den Strand zu Fuß über den Küstenwanderweg vom Parkplatz bei Saleccia oder über eine holprige Piste, die nur mit Geländewagen befahrbar ist. Vom Lotu führt zudem ein etwa einstündiger Küstenpfad zur benachbarten Plage de Saleccia, sodass sich beide Strände gut an einem Tag verbinden lassen. Sonnenschutz, Wasser und Verpflegung am besten selbst mitbringen, da das Angebot vor Ort begrenzt ist.
Die beste Besuchszeit hängt davon ab, was du suchst. Zwischen Juni und September fährt das Bootstaxi zuverlässig, das Wasser ist warm und die Strandbar geöffnet. Dafür kommen an Hochsommertagen mehrere hundert Menschen mit den Booten herüber, und der Andrang konzentriert sich auf die Stunden zwischen der ersten Ankunft am späten Vormittag und der letzten Rückfahrt am frühen Abend. Wer Ruhe will, nimmt das erste Boot des Tages oder kommt im Mai, Juni oder September. Im Winter fährt keine Navette, dann bleiben nur die Wanderung und die Piste.
Zum Parken: Ein Parkplatz direkt am Lotu existiert nicht, das ist der Kern seines Charakters. Wer mit dem Auto anreist, stellt es in Saint-Florent ab und nimmt das Boot. Die Alternative ist der Parkplatz an der Piste Richtung Saleccia bei Casta an der D81, von dem aus die Piste rund zwölf Kilometer bis zum Meer führt. Diese Strecke ist grob geschottert, hat tiefe Querrinnen und ist mit einem normalen Mietwagen nicht sinnvoll befahrbar. Viele Mietwagenverträge schließen Pistenfahrten ausdrücklich aus, ein Schaden geht dann voll zu deinen Lasten.
Für einen ganzen Tag lohnt sich die Kombination mit Saleccia. Der Küstenpfad zwischen beiden Stränden ist knapp eine Stunde lang, gut zu finden und führt über niedrige Macchia mit Blick auf die Bucht. Schatten gibt es unterwegs praktisch keinen, deshalb sind Wasser, Kopfbedeckung und feste Schuhe Pflicht. Praktisch ist, mit dem Boot zum Lotu zu fahren, nach Saleccia zu wandern und von dort das Boot zurückzunehmen, sofern der Anbieter beide Strände anläuft.
Als Basis für einen Lotu-Tag bietet sich Saint-Florent an. Der Ort ist klein, hat einen Yachthafen, Restaurants und die Weinregion Patrimonio direkt nebenan. Von hier aus erreichst du neben Lotu und Saleccia auch das Cap Corse und die Balagne in überschaubarer Fahrzeit.
Häufige Fragen
Wie kommt man zur Plage du Lotu?
Am einfachsten mit dem Bootstaxi (Navette) ab Saint-Florent, das in der Saison mehrmals täglich fährt und etwa 15 bis 20 Minuten braucht. Alternativ über den Küstenwanderweg oder eine 4x4-Piste durch die Agriates.
Gibt es am Strand Infrastruktur?
Nur eine einfache Strandbar in der Saison. Es gibt keine festen Liegen-Vermietungen, kaum Schatten und keine Geschäfte, daher sollte man Wasser, Verpflegung und Sonnenschutz selbst mitbringen.
Wann ist die beste Zeit für die Plage du Lotu?
Mai, Juni und September bieten warmes Wasser bei deutlich weniger Andrang. Im Juli und August kommen an Spitzentagen mehrere hundert Besucher mit den Booten. Wer im Hochsommer fährt, nimmt am besten das erste Boot des Tages. Im Winter verkehrt keine Navette, dann ist der Strand nur über den Wanderweg oder die Piste erreichbar.
Kann man mit dem Auto zur Plage du Lotu fahren?
Nicht sinnvoll. Es gibt keine befahrbare Straße und keinen Parkplatz am Strand. Die einzige Fahrzeugverbindung ist eine rund zwölf Kilometer lange, grob geschotterte Piste ab Casta an der D81, die tiefe Querrinnen hat und einen echten Geländewagen verlangt. Viele Mietwagenverträge schließen Pistenfahrten aus. Die übliche Anreise ist das Bootstaxi ab Saint-Florent.
Wie lange dauert die Wanderung von Lotu nach Saleccia?
Der Küstenpfad zwischen beiden Stränden ist knapp eine Stunde lang und gut zu finden. Er führt über niedrige Macchia mit Blick auf die Bucht, bietet aber praktisch keinen Schatten. Wasser, Kopfbedeckung und feste Schuhe solltest du dabeihaben. Viele kombinieren beide Strände an einem Tag.
Gibt es an der Plage du Lotu Schatten?
Kaum. Der Strand liegt in einem Naturschutzgebiet ohne Bebauung, hinter dem Sand stehen nur Dünen und niedrige Macchia. Es gibt keine Schirmvermietung im üblichen Sinne. Sonnenschirm oder Strandmuschel, Sonnencreme und ausreichend Wasser gehören deshalb ins Gepäck.